Ich suche nach mir selbst.
Immer und immer wieder - obwohl ich weiß, wie unmöglich das ist.
Wie nach einer Brille suchen, die man auf der Nase hat; oder seinen eigenen Schatten fangen.
Ich schaue aus mir heraus - wie soll ich mich da finden können, und zu meinem Schatten:
Der wird mir solange die Sonne scheint wohl auch immer folgen.
Ich spiele fangen.
Fangen mit mir - fangen mit meinem Schatten.
Ein tolles Spiel. Sich gegenseitig für den Moment einer Berührung hinterherzulaufen.
Darum geht es doch: Sich zu finden, zu fangen. Irgendwie, irgendwo hier.
„It´s all about the people“ - they say!
Ich fange Versionen, Bilder; Seifenblasen.
Ideen Anderer zu mir.
Viele zerbersten sofort.
Für wenige Momente schillern sie in all den Farben in die das Sonnenlicht bricht, dann verschwinden sie und hinterlassen Wasserspritzer auf Kindergesichtern.
Andere treiben hoch und weit, bald kaum zu sehen.
Nur ganz wenige, sanft gepustet bleiben irgendwo hängen.
In dunklen Winternächten gefrieren sie so sogar.
Ich laufe.
Seifenblasen.
Manche fangen das Licht kaum, fliegen im Schatten. Dunkel.
Diese dort - sie ist wunderschön. Bin das ich?
Oder die kleine hier. Sie fliegt so hoch.
Die Sonne blendet.
Ich verliere sie. Eine andere platzt.
Wasser auf meinem Gesicht. Lachen. Immer neue. Stille. Licht, Schatten, Farbe.
Ich fange sie, lasse sie zerbersten. Fange Bilder, Momente, Mich? - Niemals.
Hände im Licht. Ich kann sie nicht fassen.
Es sind meine. Weiß vor Blau, Nass vom Wasser.
Lachen.
Ich spiele fangen mit mir selbst. Fangen mit Bildern, Momenten, Menschen.
Jede Blase ein Moment, jede Farbe ein Mensch. Jeder Wassertropfen ein bisschen Leben. Mich.
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